Deutschsprachige Literatur der Gegenwart

Dass der Leser beim Lesen eines Buches in eine andere Welt eintaucht, so gefesselt ist, dass er das Buch nicht aus der Hand legen kann, oder beginnt zu träumen, während er Zeile für Zeile liest, das schaffen nicht nur amerikanische Bestsellerautoren. Viele deutschsprachige Autoren führen die Bestsellerlisten großer Buchhandlungen an. In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte sich im deutschsprachigen Raum ein neuer Trend. Es entstand die sogenannte Popliteratur. Dieser Begriff stammt von Autorinnen und Autoren, die die Sprache in ihren Büchern der Sprache von Musik und Medien anpassten. Alles wurde moderner, jugendlicher, zeitgemäßer. Aber auch die großen Literaten, wie Böll und Hessen, konnten daneben immer bestehen.

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Rumäniendeutsche Literatur

Die Rumäniendeutsche Literatur zählt explizit zu den unbekanntesten Formen der Literatur im deutschsprachigen Raum. Aus diesem Grund hier zunächst eine kurze Erklärung, wie die Rumäniendeutsche Literatur nach Deutschland kam.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges blieb den Rumäniendeutschen ihre Muttersprache – deutsch – erhalten. In den Zentren Siebenbürgen, Bukarest und Banat bildete sich eine neue Art der deutschsprachigen Literatur. Diese Literatur breitete sich mit einer eigenen deutschsprachigen Literaturzeitschrift zusammen mit deutschsprachigen Tageszeitungen aus.

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Literatur nach 1945

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1945 sprach man in vielerlei Hinsicht vom Punkt Null. Dies war auch in der Literatur der Fall. Viele Menschen hatten Verwandte und Freunde verloren, waren selbst verwundet aus dem Krieg herausgegangen, und jeder war damit beschäftigt, sein eigenes Leben und gleichzeitig die Häuser und Städte wieder aufzubauen.

Auf die Literatur bezogen entwickelte sich in jener Zeit die sogenannte „Trümmerliteratur“. Diese Literatur beschrieb im Grunde genommen nur eines, nämlich eine zusammengebrochene Welt, die in Trümmern lag. All die Kriegserlebnisse, die Eindrücke und Geschichten mussten aufgearbeitet werden. Und besonders direkt nach Ende des Krieges war die Literatur ein beliebtes Mittel, sich über all das Ausdruck zu verschaffen. In den Werken der Schriftsteller wurden die Situation der verwitweten Frauen und der Heimgekehrten beschrieben und der Schrecken dieses Weltkrieges wurde versucht in Worte zu fassen.

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Literatur im Nationalsozialismus und Exilliteratur

Bevor man sich näher mit der sogenannten Exilliteratur beschäftigt, ist es überaus wichtig, sich über die Bedeutung dieses Titels bzw. Namens im Klaren zu sein. Exilliteratur (auch bekannt unter „Emigrantenliteratur“) meint Literatur von Autoren, die unfreiwillig ins Ausland gehen müssen, um aus ihrem Heimatland zu fliehen, weil sie selbst als Person oder ihre Werke im Heimatland bedroht werden. Grund für diese Flucht ins Exil sind oft politische oder religiöse Gründe. Obwohl es eher Emigrantenliteratur heißen müsste (weil die Menschen in ein neues Land emigrieren), ist das Wort „Exilliteratur“ weitaus bekannter und wird fachlich häufiger gebraucht, da die betroffenen Menschen im Exil Zuflucht suchen.

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Literatur der Romantik

Die Epoche der Romantik dauerte von Ende des 18. Jahrhunderts bis ins 19. Jahrhundert. Sie folgt auf die Epoche der Aufklärung, eine Zeit, in der der Fokus auf wissenschaftlicher Aufklärung, Forschung und der Erklärung von physikalischen, biologischen oder anderen wissenschaftlichen Erkenntnissen lag. Die Folge dieser Aufklärungsepoche war die Sehnsucht der Menschen nach etwas anderem. Sie wollten mehr Gefühle, mehr künstlerische Werke, mehr von dem, was Menschen im Laufe des Lesens zum „dahin schmelzen“ bringt. Die Romantik war fast wie ein Virus, das alle Arten der Kunst ansteckte. Maler, Schriftsteller, Musiker, sie alle erschufen Werke, in denen es um Emotionen, das Magische und um Schönheit ging.

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Literatur in der frühen Neuzeit

Die frühe Neuzeit beinhaltet die Jahre 1450 bis 1600. In dieser Zeit verbreitete sich mehr und mehr der sogenannte Humanismus, eine Geisteshaltung der Renaissance, die aus Italien nach Deutschland herüberschwappte. Die Dichter und Schriftsteller dieser Geisteshaltung beschäftigten sich mit antikem Gedankengut. Viele der Autoren schrieben ihre Werke allerdings immer noch in der lateinischen Sprache, was es dem größten Teil des Volkes weiterhin sehr schwer machte, diese Schriften zu verstehen. Einer der Wenigen, der seine Gedichte auch auf Deutsch schrieb, war Sebastian Brant. Sein bekanntestes bzw. erfolgreichstes Werk heißt „Narrenschiff“.

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Literatur des späten Mittelalters

Das Spätmittelalter begann um ca. 1250 und dauerte bis zum Jahre 1500. Die in dieser Zeit entstandene deutschsprachige Literatur zählt zu der Literatur des Spätmittelalters. Eine explizite Literaturepoche jener Periode selbst lässt sich nicht feststellen. Oftmals wird sie aufgrund ihrer Vielseitigkeit bloß als Übergang oder Zwischenphase vom hohen Mittelalter und der Neuzeit angesehen.

Die Zeit des Spätmittelalters ist geprägt von Umbrüchen und Veränderungen. Diese spiegeln sich auch in der Literatur dieser Zeit wieder. Nicht nur die Bürger veränderten sich, sondern mit ihr auch die Städte des Landes und die Gesellschaft. Die Zahl der angefertigten Schriften nahm stetig zu. In dieser Epoche wurden auch die ersten Universitäten und neue religiöse Orden (wie der Franziskanerorden) gegründet, die schnell an Einfluss gewannen. Es ist auch das Spätmittelalter, an dessen Ende Johannes Gutenberg den Buchdruck erfand und somit das handgeschriebene Buch ablöst.

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Literatur im hohen Mittelalter

Schrieben im frühen Mittelalter vor allem die Kirche bzw. religiöse Institutionen Texte, wurde die Literatur im hohen Mittelalter thematisch gesehen schon etwas vielfältiger. Vorher wurde vieles als unwürdig betitelt, sodass viele Themen gar nicht erst verschriftlicht wurden. Nun aber griffen die Menschen in der Literatur Themen auf, die vorher so nicht erwähnt werden durften, weil sie einst als unwürdig betrachtet wurden. Hinzu kamen neben den neuen Themen nun auch neue Formen der Literatur. So entstand beispielsweise die sogenannte Höfische Literatur. In den Schlössern des Adels wurden literarische Schriften erstellt, die sich rasch über die Höfe hinaus immer weiter verbreiteten.

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Literatur im frühen Mittelalter

Literatur aus der Zeit des frühen Mittelalters auch heute noch zu finden, ist in der Regel gar nicht so einfach. Zur damaligen Zeit wurden beispielsweise Gedichte vor allem mündliche überliefert, sodass vieles davon verloren gegangen ist. Wurden diese Gedichte niedergeschrieben, hieß dies jedoch gleichzeitig, dass das Gedicht ins Lateinische übertragen wurde.

Die ältesten Schriften, die heute noch erhalten sind und in Althochdeutsch verfasst wurden, stammen aus dem 8. Jahrhundert. Diese wurden hauptsächlich von der Kirche verfasst, um das Volk zu erreichen. Hierfür benutzten die Kirchenvorstände gerne auch die Sprache des Volkes, um dieses mit Hilfe der Schriften zu missionieren. Später, im 11. Jahrhundert, vervielfältigte man vor allem Texte, die ebenfalls der kirchlichen Denkweise entsprangen, und die die Menschen mit Blick auf die kirchliche Lehre ermahnen sollten. Explizit sollte hier Einfluss auf das Leben der Bürger genommen werden, damit das Volk den Regeln der Kirche Folge leistete. In den Schriften ging es beispielsweise um Themen wie die Heilsgeschichte, christliches Leben, dogmatische Ansichten und auch die sogenannte Bibelepik.

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