Buchtipp: Geld ohne Zinsen und Inflation: Ein Tauschmittel das jedem dient

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Das Taschenbuch Geld ohne Zinsen und Inflation: ein Tauschmittel, das jedem dient ist 1987 erschienen und wurde danach einige Male überarbeitet. Die Autorin Margrit Kennedy entführt den Leser in die Welt des heutigen Finanzsystems und zeigt deutlich dessen Fehler auf. Anschaulich wird in dem Buch erläutert wie eine Entwertung der Landeswährung die Fundamente unserer Gesellschaft bedroht und es gibt auch praktische Beispiele, für alle, die aktiv werden wollen um das Geldsystem zu reformieren.

Der Inhalt

Die Autorin beschreibt in ihrem Werk welche Funktion die Ware Geld in unserer Gesellschaft hat und bisher in der Geschichte hatte. Sie stellt die These auf, dass Geld schnell zirkulieren muss, damit es allen von Nutzen sein kann und erläutert anhand von Beispielen, was passiert ist als man Geld anders nutzte, als es heute der Fall ist. Zinsen würden die Zirkulation verlangsamen und zum Sparen anregen und Margrit glaubt, dass eine kleine, aber konstante Abwertung des Geldes dazu führen würde, dass die Wirtschaft wieder richtig aufblühen kann. Das berühmte Experiment von Wörgl ist ebenfalls ein Thema in Geld ohne Zinsen und Inflation: Ein Tauschmittel, das jedem dient und die Autorin erzählt, wie die kleine österreichische Stadt nach Kriegsende innerhalb eines Jahres eine blühende Wirtschaft aufbauen konnte mit Hilfe einer Notwährung. Zinsen und die Inflation gehören laut Margrit Kennedy zusammen und da das Zinsnehmen in etlichen Kulturen verboten ist, kann die Autorin auch lebendige Beispiele für ihre Thesen nennen. Der moderne Rechner auf Tagesgeld.de liefert heute die besten Angebote für morgen, doch ob unser Geldsystem auch in 20 Jahren noch so funktioniert wie heute, weiß natürlich niemand.

Fazit

Wer sich mit dem Kapitalismus auseinandersetzen möchte, sollte zugreifen, denn das Taschenbuch veranschaulicht deutlich, was unser heutiges Geldsystem für die Zukunft bedeutet. Die Entkopplung von Geld und Waren, die heute stattfindet, hat dazu geführt, dass lediglich der Wert des Geldes steigt, während eigentlich der Wert der Waren steigen oder zumindest annähernd gleichbleiben sollte. Patentrezepte, die alles über Nacht verändern, darf man hier aber auf keinen Fall erwarten, denn die kann auch die Autorin nicht liefern.

Dieser Beitrag wurde verfasst von Angelika Schmid

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